12.06.2019

Lehrkräfte-Arbeitszeit jetzt deutlich verbessern!

Aktuell wird die Lehrkräfte-Arbeitszeitverordnung des Landes Rheinland-Pfalz neu gefasst. In den zurückliegenden Jahren haben die außerunterrichtlichen Aufgaben für Lehrkräfte, z. B. durch EQuL, erheblich zugenommen. Gleichzeitig ist der Anspruch an die Unterrichtsvor- und nachbereitung gestiegen: Individuelle Förderung, Inklusion, Beschulung von Flüchtlingen und die damit verbundene erforderliche Differenzierung sind nur einige Beispiele, die die gestiegene außerunterrichtliche Belastung aufzeigen. Trotzdem ist die so genannte geregelte Arbeitszeit von 24 Wochenstunden an berufsbildenden Schulen konstant hoch geblieben. Hinzu kommen der zunehmende Einsatz von digitalen Lehr- und Lernmethoden und immer mehr Verwaltungsaufgaben, welche die Lehrkräfte vor zusätzliche Herausforderungen stellen, deren Bewältigung einen zeitintensiven Arbeitseinsatz erfordert. Um diese Aufgaben zu bewältigen, fordert der VLW neben der Reduzierung des Wochendeputats neue angepasste Regelungen der zugeteilten Anrechnungsstunden. Die zu erledigenden Aufgaben müssen bewältigbar sein, um einer krankmachenden Überlastung unserer Kolleginnen und Kollegen vorzubeugen.

Der VLW fordert

  • die Senkung des Regelstundenmaßes an berufsbildenden Schulen auf 21 Wochenstunden je 45 Minuten,
  • die Erhöhung der Altersermäßigung:  ab dem 60. Lebensjahr 1 Stunde, ab dem 62. Lebensjahr 2 Stunden, ab dem 64. Lebensjahr 3 Stunden,
  • eine deutliche Verbesserung der Schulleitungspauschale um landesweit weitere 250 Stunden,
  • die Anpassung der 3/6-Pauschale, um rückläufige Kollegenzahlen an einer Schule zu kompensieren. Die Arbeit bleibt gleich, auch wenn die Klassen weniger werden!
  • eine gestaffelte Entlastung für die Koordinatoren für die Berufswahlvorbereitung und Studienorientierung in Abhängigkeit von den Schülerzahlen. Die derzeitige Regelung, bei der jede Schule unabhängig von der Größe eine Anrechnungsstunde erhält, benachteiligt die großen berufsbildenden Schulen!