12.05.2017

Personalratswahlen 2017

Liebe Kolleginnen, 

liebe Kollegen,

nächste Woche finden in den Schulen die Wahlen zu den Personalvertretungen für die nächsten vier Jahre statt.

Neben dem örtlichen Personalrat (an unserer Schule drei Personen) sind der Bezirkspersonalrat (BPR) bei der ADD in Trier und der Hauptpersonalrat (HPR) beim Bildungsministerium neu zu besetzen. 

Im BPR und HPR bestimmen Vertreter der Lehrerinnen und Lehrer über Personalfragen, aber – eingeschränkt – auch über bildungspolitische Fragen mit.

Von daher haben beide Gremien große Bedeutung für den beruflichen Alltag von uns allen.

Die Belastungen für uns Lehrkräfte haben in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen, ohne dass ein entsprechender Ausgleich erfolgt ist. 

Und es geht immer so weiter:

Minderstunden (auch solche, die die Lehrkraft nicht verursacht hat) sind genau zu erfassen; ob zusätzliche Tätigkeiten der Kolleginnen und Kollegen dagegen gerechnet werden können, ist - vorsichtig formuliert - offen. 

Hier wird ziemlich unverhohlen auf die Gewinnung zusätzlicher Lehrerstunden geschielt.

Aktuell ist man im Ministerium dabei mit der hBF-Reform die Axt an eine wesentliche Säule der Berufsbildenden Schule zu legen. 

Dabei ist deutlich, dass es – bei unbestrittenem Veränderungsbedarf - auch hier in erster Linie um die Einsparung von Stellen geht, was von Ministeriumsseite auch nicht  ernsthaft bestritten wird.

Ganz generell drängt sich der Eindruck auf, dass das BBS-System das bildungspolitische Stiefkind der Regierungsparteien ist und bestenfalls die Defizite des allgemeinbildenden Schulwesens beheben bzw. die Schülerinnen und Schüler qualifizieren darf, die dort nicht wohlgelitten sind. 

Ungeniert werden - wie in einem Steinbruch - attraktive Stücke aus dem BBS-System herausgebrochen und in Richtung der bildungspolitischen Lieblingskinder verschoben.

Daher ist es umso wichtiger ist, dass BPR und HPR mit Kolleginnen und Kollegen besetzt sind, welche die Belange unserer Schulart kennen und diese offensiv vertreten.

Dabei ist der VLW die erste Wahl.

Er ist der Verband für die kaufmännischen Schulen. 

Seine hohe fachliche Kompetenz wird auch im Ministerium und der ADD anerkannt. In vielen Fällen konnten dadurch falsche Entwicklungen zwar nicht verhindert, aber immerhin die Folgen abgemildert werden. 

Der VLW muss auch, anders als mancher Mitbewerber keine Rücksicht auf Befindlichkeiten anderer Schularten und die dort organisierten Gewerkschaftsmitglieder nehmen.

Wie immer hängt die Wirksamkeit von Interessenvertretung auch von der Anzahl derer ab, die sich in den Gremien für unsere Belange einsetzen können.

Ein gutes Ergebnis für den VLW ermöglicht es uns, unsere Positionen mit hochqualifizierten Personalratsmitgliedern noch nachdrücklicher einzubringen. 

Welche Personen und Positionen das im Detail sind, können Sie der Wahlkampfbroschüre in Ihren Fächern entnehmen.

Bei alledem bleibt 2017 gültig, was schon immer galt: Die Reihen geschlossen zu halten und den Spielraum zu nutzen, der uns verbleibt - nicht zuletzt mit Blick auf unsere Schülerinnen und Schüler. 

Daher bitten wir Sie um Ihre Stimme:

Karl-Heinz Fuß

-Vorsitzender-