22.03.2019

VLW fordert Hälfte der Mittel aus dem DigitalPakt für die Berufsbildenden Schulen

Mit dem DigitalPakt Schule stellt der Bund den Ländern in den nächsten Jahren fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Davon entfallen ca. 240 Millionen auf Rheinland-Pfalz. Der VLW begrüßt den Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses, den der Bundesrat in seiner Sitzung am 15. März noch bestätigen muss. Dieser zukunftsweisende Schritt reicht jedoch bei weitem nicht aus. Insbesondere die Berufsbildenden Schulen  benötigen erhebliche Finanzmittel, um die Jugendlichen auf die digitalen Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten.

„Die Finanzmittel müssen nun endlich in die Schulen fließen“, fordert Karl-Heinz Fuß, Landesvorsitzender des VLW und führt weiter aus: „Die technologische Ausstattung der Schulen ist aber nur der erste Schritt, dem weitere folgen müssen. In den Schulen müssen moderne Lern­umgebungen geschaffen werden und es müssen gute pädagogische Konzepte für den Einsatz digitaler Medien entwickelt werden. Es reicht bei weitem nicht aus, Laptops und Tablets in die Klassenräume zu stellen.“ Bei aller Begeisterung dürfe nicht vergessen werden, dass die Lehrkräfte nicht nur selbst mit den digitalen Medien umgehen können müssen. Insbesondere in den Berufsbildenden Schulen müssen die Schüler mit den sich immer weiter entwickelnden Möglichkeiten der neuen Technologien vertraut gemacht werden.

„Bei uns ist die Digitalisierung nicht nur Mittel zum Zweck, sondern Lerninhalt!“, erläutert Karl-Heinz Fuß und stellt klar, dass die Berufsbildenden Schulen mindestens die Hälfte der Mittel des DigitalPakts Schule benötigen, um eine zukunftsfähige Ausbildung der jungen Generation zu ermöglichen. Abschließend fordert Fuß: „Die Berufsbildenden Schulen müssen bei den Planungen des Landes einen besonderen Stellenwert erhalten, da sie Jugendliche für die Anforderungen des Arbeitsmarktes fit machen müssen!“

Kirchheimbolanden, 13.02.2019